Thursday, October 26, 2006

Konzentrationsprobleme und "Familienglück"

Meine Güte!
Heute fällt es mir schwer, mich auf die Arbeit zu konzentrieren.
Ständig denke ich an gestern abend bzw. heute morgen und grinse wie ein Idiot vor mich hin.
Da konnte mich noch nicht einmal der Anruf meiner Eltern schrecken, die ankündigten, in die Stadt zu kommen und darum baten, heute abend vom Flughafen abgeholt zu werden.
Morgen reisen sie schon weiter und ich hoffe, es bleibt beim Abholen und sie wollen nicht noch mit mir essen gehen oder sowas in der Art.
Ich habe mich schon ziemlich auf einen Abend zu Hause gefreut, mit gutem, von James gekochtem Essen und...naja...kuschliger Stimmung.
Wenn ich an meinen Vater denke, könnte ich kotzen!
Wir haben uns mein Leben lang nicht gut verstanden und ich habe nicht die leisteste Lust, heute mit ihm ein paar Worte zu wechseln.
Ich soll doch meinen Freund, den netten Dr. Wilson mit zum Flughafen bringen, wenn er mag, meinte meine Mutter.
Ich muss mögen!
Er auch. Alleine lasse ich mich darauf nicht ein.
Außerdem passen sie nicht in die Corvette, da brauchen wir Jims Auto.

Ich könnte natürlich anrufen und sagen, dass ich sie nicht abholen kann, weil ich keinen Platz für sie im Auto habe... Das klingt ganz gut.
Oder ich fahre mit James hin, wir nehmen ihren Koffer, stellen die irgendwo ab und machen uns aus dem Staub, während sie auf das Auto warten.
Oder wir lassen sie an irgendeiner gottverlassenen Ecke der Stadt aussteigen, sagen, ich wohnte dort, holen die Koffer aus dem Auto, setzen uns schnell wieder rein und hauen dann ab.
Sie auszusetzen würde mir wohl am besten gefallen. Mal sehen was "der nette Dr. Wilson" dazu sagt.

Meine Eltern haben einen absoluten Narren an ihm gefressen, seit sie ihn das erste Mal gesehen haben. Ich wette, das ist der Sohn, den sie sich eigentlich gewünscht hätten. Gutaussehend, smart, freundlich, mit einem großen Schlag bei Frauen.
Ein halbes Jahr, nachdem meine Beziehung mit Stacy in die Brüche gegangen ist, haben sie es aufgegeben, mich nach "der Liebe" zu fragen. Und natürlich geben Sie auch mir die Schuld, dass es mit ihr nicht geklappt hat. Es juckt sie gar nicht, was sie getan hat. Noch ein Grund, sie irgendwo auszusetzen heute abend.

Sollten sie doch essen wollen, hat sich mein Part an dem Abend ohnehin spätestens dann erledigt, wenn sie erfahren, dass Julie James den Laufpass gegeben hat. Dann wird er bemitleidet und aufgemuntert werden und meine Mutter wird ihm noch im Restaurant mögliche neue Kandidatinnen zeigen. Mein Vater wird ihm aufmunternd auf die Schulter klopfen mit diesem "Das wird schon wieder, Junge"-Gesicht und mich verachtend ansehen, weil ich natürlich keine Beziehung habe, die kaputt gehen könnte. (Zumindest keine, von der sie wissen! Nein, überhaupt keine, die kaputt gehen könnte! Ich werde mir alle Mühe geben, denn das ist mir wirklich wichtig.)

Ich bin doch für Abhauen oder Aussetzen. Unbedingt! Und dann den Abend mit James genießen und ihm beim Kochen helfen. Wenn er ins Aussetzen einwilligt, werde ich sogar spülen. Dann müssen wir nur noch mein Mobile ausschalten und das Telefon ausstöpseln.

Foreman und Cameron scheinen übrigens sehr erstaunt zu sein, dass weder Chase noch ich irgendwelche Wunden, Würgemale oder Kratzer haben seit gestern abend. Dass es nett war, haben sie uns auch nicht abgenommen.
Und ich glaube, Foreman hat bereits in James Blog gelesen, denn es kam ein TUMP aus seinem Büro heraus, als sei jemand hinterrücks mit seinem Stuhl umgekippt. Und er sieht mich nicht an, wenn wir miteinander reden. Wer weiß, in welchen Situationen er mich dann sieht.
Naja, er wird sich schon wieder fangen...

Das Sushi-Essen mit James heute mittag jedenfalls war ausgesprochen...schön. Er hat tatsächlich echtes Sushi probiert dieses Mal, mich nicht mit Paprikas geärgert und es hat ihm sogar geschmeckt. Das beste war, dass wir eine nette kleine Nische für uns hatten, in der ich mich ungestört vorbeugen konnte um ihn an der Krawatte zu packen, über den Tisch zu mir herzuziehen und zu küssen. Dumm nur, dass in dem Moment grade Cuddy an unserer Nische vorbeikam...Aber was solls.

5 Comments:

Blogger Dr. James Wilson said...

Schade, ich hätte gerne gekocht ...aber dann halt morgen.

October 26, 2006  
Blogger Dr. Eric Foreman said...

Ich wünsche Ihnen viel Glück!
Ich hab das Eltern-Problem ja selbst.
Aber meine scheinen aus meiner Wohnung gar nicht mehr verschwinden zu wollen...

October 26, 2006  
Blogger Dr. Gregory House said...

Meine sind in einem Hotel!
Mein Vater hätte auch nicht eine Nacht unter einem Dach mit mir verbringen wollen. Da geht es ihm wie mir.
Und ich denke, sie sitzen jetzt schon in ihrem nächsten Flieger.

October 27, 2006  
Blogger Dr. James Wilson said...

Zum Glück - noch so ein Abend ... und ich wäre wohl im Erdboden versunken.

October 27, 2006  
Blogger Dr. Gregory House said...

Frag mich mal...
Sie werden den Schock verdaut haben, denke ich...
Und wenn nicht, so what?

October 27, 2006  

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