Wednesday, November 01, 2006

Die schönen Seiten des diesjährigen Halloweens

Listening to: New World - Antonín Dvořák
Weather at Plainsboro: Clear and calm
Mood: Cuddly


Ja, meine Stimmung ist kuschlig, was für die meisten Leser sicherlich verstörend sein wird. Es ist 6:20 AM hier in Plainsboro und ich sitze mit einer Tasse Kaffee am Laptop. James schläft noch und ich werde ihn erst später wecken - wenn ich Frühstück gemacht habe. Am liebsten würde ich heute zu Hause bleiben und mich einfach wieder ins Bett schnuffeln, aber James hat gestern Abend bereits angekündigt, dass sein Magen wieder in Ordnung ist und er arbeiten wird heute.
Und sollte sich Debbie auch bloß in seine Nähe wagen, wird sie Bekanntschaft mit meinem Stock machen!

Noch im Büro bestellte ich gestern den Tisch für den Abend ab und wandte mich dann einem neuen Fall zu, einer infektiösen Mononukleose. Langweilig eigentlich und nichts Besonderes, aber Cameron fand bei einigen Tests heraus, dass es doch zu Komplikationen kam - und zwar der geballten Ladung: Burkitt-Lymphom, nasopharyngeale Karzinome und seltene B-Lymphome. Ich tippe also auf Eppstein-Barr, aber das wird der heutige Tag noch bringen.

Übrigens, werte Kollegen, warte ich immer noch auf die Ergebnisse der Hausdurchsuchung bei Mr. Es-ist-nicht-Lupus!!! Wäre ja mal ganz interessant zu wissen, ob er eine Allergie hat und wenn ja, wogegen und wie wir ihn weiterhin behandeln, hm? (Ja, ich weiß dass dieses Verhalten jetzt meiner oben konstatierten Stimmung widerspricht...)
Und Chaaaaaaaaaaaaaase...ich habe hier ein Bild von Ihnen in Ihrer Schuluniform...zwar eher im Hintergrund und nicht ganz "scharf", aber dennoch gut zu erkennen. Und ich werde es tatsächlich hier und am schwarzen Brett des PPTH veröffentlichen, wenn Sie mir nicht offenbaren, was das "s..." zu sagen hatte... Doch, natürlich lächele ich grade liebenswürdig. Sie können es mir ja ins Ohr flüstern, wenn es kein anderer hören soll oder mailen...

Auf der Suche habe ich auch ein Foto von einer Dame gefunden, die genau aussieht wie Cameron. Aber sind sie das wohl wirklich? Falls ja, haben Sie mal bei einem Miss-Wet-T-Shirt-Wettbewerb mitgemacht...

(Ich hole mir grade einen weiteren Kaffee...)

So...wo war ich?
Ach ja...der Rest von Halloween.
Der war sehr...angenehm.
James war ziemlich angeschlagen und ich nahm ihm erstmal seine Jacke ab und reichte ihm sein Pyjama. Während er sich umzog, bereitete ich ihm schonmal eine Wärmflasche vor, schob ihn dann aufs Sofa, legte ihm die Wärmflasche auf den Bauch und deckte ihn zu. James schlief für ein Weilchen ein - ich drückte ihm einen Kuss auf die Schläfe und machte ihm eine Kanne Kamillentee.
Ich hatte mir grade mein Comicbuch geschnappt, als es an der Tür klingelte.
Fluchend humpelte ich in den Flur und schaute durch den Spion: Julie.
"Mist", murmelte ich und öffnete die Tür.
"Hallo, Julie!"
Sie schaute mich von oben bis unten an. "Hallo, Gregory. Dir scheint es gut zu gehen..."
"So?"
"Ja, du siehst fast irgendwie zufrieden aus."
"Was gibts?"
Sie reichte mir einen kleinen Stapel Post. "Die ist für James angekommen. Vielleicht sollte er sich mal ummelden."
Ich nahm seine Post entgegen. "Ja, vielleicht macht er das diese Woche."
"Hat er denn eine Wohnung gefunden?"
"Ja", entgegnete ich bloß und schloß die Tür vor ihrem verdutzten Gesicht.

Vom Sofa aus blinzelte mir James entgegen. "Wer war das?"
"Julie..."
Er seufzte. "Was wollte sie?"
Ich winkte ihm mit der Post. "Das hier. Aber du kannst es morgen durchsehen, ist ohnehin fast bloß Werbung."
Er nickte und lehnte sich wieder zurück. "Du hast mir ja Tee gemacht", meinte er dann mit einem Lächeln.
Ich nickte. "Aber freu dich nicht zu früh. Es ist Kamille mit Fenchel gemischt."
Er grinste kurz. "Ob du's glaubst oder nicht - ich mag sowas."
Ich beugte mich vor und küsste ihn auf die Stirn. Das Ziehen in meiner Brust, wenn ich ihnansah, tat regelrecht weh und ich fühlte mich schon wieder so verdammt anhäglich.
"Ich glaube, ich stelle mal die Klingel ab", murmelte ich dann. "Sonst bimmeln hier unentwegt die Trick-or-Treaters..."
"Das trauen sie sich bei dir eh nicht", kam es vom Sofa, aber ich war schon auf dem Weg nach vorne. Sicher ist sicher.

James hatte sich in seine Decke gewickelt und ein Halloween-Special von X-Factor angeschaltet, während ich mich auf der anderen Sofahälfte niederließ und mein Comicbuch las. Es war wirklich gut: Maus von Art Spiegelman.
So saßen wir einträchtig bei Kerzenschein auf dem Sofa und ich dachte mir, dass Halloween doch nicht so schlecht ist. Ab und an beugte ich mich vor, um James kurz zu streicheln, ihm einen Kuss aufzudrücken oder ihn mit neuem Tee zu versorgen.

Als ich ausgelesen hatte, reckte ich mich kurz und stand auf. "Ich zieh mir grad mein Pyjama an", kündigte ich an und war schon im Begriff, ins Schlafzimmer zu humpeln.
"Ich hätte auch nichts dagegen, wenn du dich in deiner Shorts zu mir setzt", kam es vom Sofa her.
Ich wandte mich zu ihm um. "Dann musst du mich aber mit unter deine Decke lassen, sonst wird es mir zu kalt..."
James lächelte und lüpfte die Decke. "Komm her..."
Keine fünf Minuten später saß ich eng an ihn gekuschelt mit unter der Decke, seinen Arm um mich und mit einem Herzpuckern, das ich schlecht beschreiben kann. Ich hätte in ihn hineinkriechen können. Er war so warm und kuschlig, roch so gut und sah einfach unbeschreiblich aus. Ich versuchte, noch ein Stück näher an ihn heranzurutschen und erntete dafür ein Lächeln und einen Kuss.
Wir sahen uns dann Halloween an, was James zum Teil sehr beunruhigte. Das widerum brachte mein Herz erneut zum Ziehen und irgendwann murmelte ich ihm zu "Ich warne dich...ich stehe dicht vor einem Anfall. Einem Kuschelanfall..."
James küsste mich sanft und lächelte mir zu. "Keine Sorge, ich bin Arzt, ich kann dir helfen."
Mein Kuschelanfall kam fast im gleichen Augenblick und nach einer Weile legte ich mich auf dem Sofa zurück und zog James mit mir herunter. Der Film war vollkommen vergessen und meldete sich bloß ab und an mit der typischen Halloween-Melodie.
Der Druck an meinem Bein zeigte mir, dass James längst nicht mehr bloßes Kuscheln im Sinn hatte - mir ging es nicht anders und ich fingerte an seiner Microfasershorts herum.

Jedenfalls stellten wir fest, das ...äh...gewisse Dinge auch auf der Couch ganz gut...gehen. Von Angesicht zu Angesicht und ohne die Tube, die ich in der Apotheke habe mitgehen lassen...

Der Rest des Abends wechselte zwischen extrem kuschlig und erneutem Sex, wenn ich das so deutlich hier schreiben darf... (Entschuldige, James.)
Und es war ein verdammt gutes Halloween.

Jetzt werde ich mal Frühstück vorbereiten und meinen Verl... Schatz wecken.

4 Comments:

Blogger Dr. Robert Chase said...

Sie haben Ihre Mail... *seufz*

Und was bedeutet "Ver..."?!?

November 01, 2006  
Blogger Dr. Gregory House said...

Verlobter!
Dann werde ich die Mails mal checken...

November 01, 2006  
Blogger Dr. James Wilson said...

Verlobter ...

soso

November 01, 2006  
Blogger Dr. Gregory House said...

Okay...dann...hm...
Verl...hm....
verliebter Kater...äh...
Irgendwas halt...verschrieben.

November 02, 2006  

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